Geschichte

Unsere Tradition…

Die traditionsreiche Einhorn-Apotheke in Hammelburg blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit nunmehr 225 Jahren versorgt die älteste Apotheke der Stadt die Menschen in Hammelburg und seiner Umgebung mit „guter und echter Arznei“ zu „billigen und taxmäßigen Preisen“ – gemäß dem Leitspruch des Ratsherrn Balthasar Merz, der die Apotheke im Jahre 1781 eröffnete. Im darauf folgenden Jahr bestätigte ihm Heinrich von Bibra, Fürstbischof von Fulda, durch ein fürstliches Privileg das alleinige Recht zur Führung einer Apotheke. Der Apotheker Balthasar Merz nannte sein am Marktplatz gelegenes Wohnhaus „Zum Einhorn“ und übernahm diesen Namen auch für die Apotheke, zumal sich mit dem Sinnbild des Einhorns seit altersher vielerlei geistliche und medizinische Bedeutung verband.

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Bis 1869 blieb die Einhorn-Apotheke im Besitz der alteingesessenen Familie Merz, die nach dem verheerenden Stadtbrand von 1854 das Haus „Zum Einhorn“ wieder aufgebaut und um ein Nachbargrundstück vergrößert hatte.

Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erstand am 20. Januar 1904 der Apotheker Dr. phil. Gottfried Gerhard aus Volkach die Einhorn-Apotheke. Damit begann die mehr als 100jährige Tradition der Familie Gerhard als Einhorn-Apotheker. Gottfried Gerhard studierte in Würzburg Pharmazie und promovierte 1902 an der Universität Basel. 1939 stockte er das Einhorn-Haus um eine weitere Etage auf. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1946 leiteten dessen Söhne Walther und Hermann Gerhard die traditionsreiche Einhorn-Apotheke gemeinsam bis 1949.

Danach führten Walther Gerhard und seine Frau Lore die Apotheke als Alleininhaber. Walther Gerhard übertrug im Jahr 1983 die Führung seinem Sohn Albrecht, der bis zu diesem Zeitpunkt mit seiner Frau Gertrud die von ihm gegründete Engel-Apotheke geführt hatte. Apotheker Albrecht Gerhard renovierte die Einhorn-Apotheke unter Beibehaltung des historischen Charakters.

Von ihm übernahm der älteste Enkel Walther Gerhards, Dr. Sebastian Hose, am 1. Juli 2004 die Leitung der Einhorn-Apotheke. Dr. Hose war zuvor mehrere Jahre in der Forschung und Entwicklung von pflanzlichen Heilmitteln in der pharmazeutischen Industrie und als Lehrbeauftragter für Pharmazeutische Biologie an den Universitäten Würzburg und Regensburg tätig. Gemeinsam mit seiner Frau Dr. Eleonore Hose, der Tochter Sophia und dem Sohn Simon ließ er sich im Hause Einhorn nieder.